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Opernmusik

Opernmusik

Neuer Beitragvon Odabella » Sa 6. Mär 2010, 17:54

Gibt es dafür Liebhaber ?

Bei mir persönlich steht Verdi mit seinen herrlichen Opern an erster Stelle ! auch Puccini mag ich sehr ! und dann auch noch andere !
Mit den richtigen Sängern und Sängerinnen ein Hochgenuß !!! und das bedeutet mir sehr viel.


Gruß Odabella
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Re: Opernmusik

Neuer Beitragvon Hafel » Sa 6. Mär 2010, 17:57

ich würde Mozart noch hinzufügen.

Hans (Hafel)
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Re: Opernmusik

Neuer Beitragvon Ladigue » Sa 6. Mär 2010, 18:09

Odabella hat geschrieben:Gibt es dafür Liebhaber ?

Bei mir persönlich steht Verdi mit seinen herrlichen Opern an erster Stelle ! auch Puccini mag ich sehr ! und dann auch noch andere !
Mit den richtigen Sängern und Sängerinnen ein Hochgenuß !!! und das bedeutet mir sehr viel.


Gruß Odabella

Mir auch! Worüber möchtest du diskutieren? Nur zu!
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Re: Opernmusik

Neuer Beitragvon angel » Sa 6. Mär 2010, 19:08

Oh da tickst Du bei mir aber etwas an :-)
Auch ich liebe die Italiener sehr - aber auch ausgefallenere Opernmusik wie die von Christoph Willibald Gluck, der äusserst produktiv war und der neben vielen anderen Werken mehr als 50 Opern hinterliess - von denen aber vor allem "Orpheus & Eurydike" weltberühmt wurde. In letzter Zeit habe ich darüber hinaus eine grosse Liebe zur russischen Oper entdeckt.

Was ich auch sehr interessant finde, ist die Interpretation der verschiedenen Sänger /innen einer bestimmten Arie:
So ist eine meiner Lieblingsarien natürlich auch aus einer der für mich grössten Opern überhaupt:

Verdis Il trovatore (Der Troubadour), die am 19. Januar 1853 im Teatro Apollo in Rom uraufgeführt wurde.
Kurzhandlung: Die Oper spielt im Spanien des 15.Jh. Graf Luna (der Bösewicht) liebt die schöne Leonora. Die aber liebt den Titelhelden, den Troubador Manrico. Als Graf Luna den Troubadour Manrico gefangen nimmt, tötet sich Leonara, um den Geliebten zu befreien. Luna lässt Manrico jedoch hinrichten und erfährt erst danach, dass es sein Bruder war.

Manrico, dem Troubadour, gehört in der Oper eine Arie, die der absolute Albtraum jedes "Ritters vom Hohen C" ist:
Als Manrico erfährt, dass er der Sohn der von Luna gefangen genommenen Zigeunerin Azucena ist, ergreift ihn die Wut und er will seine Mutter mit einem Überfallkommano befreien, auch wenn es sein Leben kosten sollte. Es brüllt geradezu aus ihm heraus: "Lodern zum Himmel seh ich die Flammen" Diese sogenannte Stretta-Arie "Di quella pira - lodern zum Himmel" ist der Höhepunkt der Oper und wohl auch Verdis bekannteste Arie! Stretta - das bedeutet: dicht gedrängt und immer schneller werdend .. selbst wenn man diese Arie nie gehört hat, ahnt man jetzt schon, dass diese Arie etwas besonderes sein muss - und Verdi hat es seinen Sängern denn auch nicht einfach gemacht. Dazu kommt das eorme Tempo der Arie, das sogar fordert, den letzten Teil zu WIEDERHOLEN - was bei einer Opernaufführung bisher die wenigsten Tenöre schafften. Der wunderbare Pavarotti war eine der grossen Ausnahmen, der diesen stimmlichen Kraftakt MEISTENS - auch nicht immer - schaffte und der traf auch stets das Hohe C ... leider gibt es Opernregisseure und Dirigenten, die das Hohe C sogar ganz weglassen und die Wiederholung wird meist nur instrumental gespielt, Nur in konzertanten Aufführungen - also wenn nicht die ganze Oper gespielt wird sondern nur einzelne Arien vorgetragen - schafft ein Tenor diese Meisterleistung.

Hier möchte ich nun einige Beispiele zeigen:
stimmengewaltig!!! Jussi Björling, der alte Schwede in einer Live-Aufnahme von 1936 ..


natürlich darf Enrico Carso nicht fehlen ...achtt mal drauf .. ein ganz anderes Tempo und nichts von der Dramatik der Situation, aber das war wohl ein Zeitgeschmack?

dramaturgisch und stimmlich liegt er hier viel weiter vorne..Guiseppe di Stefano ..für viele Italiener steht er noch VOR PAvarotti ..


Ich persönlich liebe Placido Domingo ja nun sehr...aber er ist doch eher ein Bariton als ein Tenor - bei der Stretta merkt man das sehr ...er muss sich wirklich anstrengen und die Arie gehört nicht wirklich zu seinen Meisterleistungen


weniger bekannt ist der Italiener Carlo Bergonzi , der die gleiche Arie hier 1/2 Oktave tiefer ..sehr interessant


und noch einer, der die ganze Arie tiefer anlegte und statt des hohen C ein hohes B sang ..nicht uninterresant und unter Kennern gilt seine Aufnahme als eine der besten: Der Amerikaner Richard Tucker (1913-1975)

Spanier wie Domingo war auch Tenor Alfredo Kraus - ihn will ich nicht vergessen - hier eine Studioaufnahme. Er war klug genug, diese Rolle niemals auf der Bühne zu singen ..

noch ein Spanier --Jose Carreras ..er ist zwar nicht der grosse Hohe-C-Virtuose - aber ich liebe seinen weichenTenor und die Vehemenz mit der er die Arie singt -

Auf keinen Fall fehlen darf Josef Schmidt, der die Rolle leider wegen seiner geringen Körpergrösse (er war nur 1,50m gross) nie auf der Bühne singen durfte. Aber was ist schon Körpergrösse gegen diese samtweiche, eindringliche Stimme .. die Aufnahme entstand 1934, Schmidt war erst 30m Jahre alt ..

ich will aber auch noch ein Beispiel hier aufführen, welches mir gar nicht gefällt - mag er den einen Ton auch 1 Sekunden halten .. mag er auch das angebliche gesangliche Patenkind Pavarottis gewesen sein ... aber ihm fehlt einfach die Tiefe , das Volumen in dr Stimme und Belcanto passt zu ihm wohl eher als so eine schwere Arie...




und nun hört und seht Euch Luciano Pavarotti an ... diese Aufnahme stammt von 1988 aus der New Yorker Metropolitan Opera:

ist das göttlich?

hier noch eine spätere Aufnahme von 1991 aus der Opera Florenz:

kaum zu glauben, das er noch so steigerungsfähig war.
und was mir auffällt ... mein Gott, er trällert diese Arie mit einer Leichtigkeit, als sei es ein neapolitansiches Trinklied ..

für mich persönlich aber war er hier der Grösste mit dieser Arie: Mario Del Monaco:

leider weiss ich nicht, aus welchem Jahr die Aufnahme stammt.

ich hoffe Ihr habt Spass am Hineinhören und bin gespannt, wer EUCH am besten gefällt ...
Angelika


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Re: Opernmusik

Neuer Beitragvon Odabella » So 7. Mär 2010, 08:06

Hallo alle Opernfreunde ! und einen wunderschönen Guten Morgen !!!!!!!!!!!!!!

ich bin riesig begeistert !! :knall Bisher war ich meist allein auf dieser Strecke !
Damit es nicht nur durcheinander geht würde ich vorschlagen, eine Oper nach der anderen zur Diskussion zu stellen !
vielleicht nicht unbedingt den Inhalt, das setze ich voraus bei Opernfreunden.
Vielleicht mal ein Vorschlag :
eine Oper
vorhandene CDs
Lieblingssänger dazu
Lieblingsarien daraus
sonstige Kommentare

diese Reihe kann natürlich ergänzt, abgeändert usw. werden, ich hoffe auf Eure Vorschläge dazu und freue mich schon !
Damit es hier nicht so leer aussieht würde ich mal
meine Lieblingssänger Tenöre vorstellen !..................Frauen später !
E.Caruso
G.di Stefano
R.Tucker
C.Bergonzi
F.Corelli
P.Domingo, den ich vor kurzem in Berlin gesehen habe
L.Pavarotti

natürlich kommt es sehr auf die Oper an und nicht jeder der genannten ist für jede Rolle mein Liebling.

Ich warte nun auf Vorschläge ! :hupf

Gruß Odabella
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Re: Opernmusik

Neuer Beitragvon Odabella » So 7. Mär 2010, 08:11

Hallo Angelika


danke für Deinen langen Artikel, Du gibst eine Menge vor, ich melde mich später noch einmal dazu !

Gruß Odabella
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Re: Opernmusik

Neuer Beitragvon Ladigue » So 7. Mär 2010, 12:13

Für jeden Sänger gibt es Partien, die sich für ihn eignen, und andere, die sich für ihn nicht eignen. Und dann gibt es den Zeitgeschmack, nicht nur beim "Instrument" Stimme, sondern ich beobachte das auch bei Klavieraufnahmen. Wenn ich allgemein eine persönliche Rangliste aufstellen soll, dann stehen automatisch die Sänger (von den guten) ganz oben, die ich persönlich gehört habe. Dann kommen jene, die ich auf "modernen" Konserven gehört habe. Und dann jene, die ich auf Konserven gehört habe und deren Gesang dem damaligen Zeitgeist entsprochem haben muss. Unter dieser Prämisse sieht meine verkürzte Liste, ohne Berücksichtigung ihres Fachs, so aus (Leider kenne ich mich bei den Baritönern und Bässern :mrgreen: nicht so gut aus, und bei den Helden auch nicht so gut wie bei den Lyrischen).

Fritz Wunderlich
Thomas Quasthoff
Luciano Pavarotti
Alfredo Krauss
Jussi Björling
Juan Diego Florez
Jonas Kaufmann

Wenn ich jetzt kommentieren soll, wann, wo, waru, wieso, dann wird das so lang, dass sich hier jemand über mein Verschwinden am PC beklagt.

Bei den Frauen kenne ich mich nicht ganz so gut aus, versuche aber mal spontan, eine ähnliche Liste:

Maria Callas
Elisabeth Schwarzkopf
Jessye Norman
Cecila Bartoli
Elina Garanca
Montserrat Caballe
Diana Damrau
Erika Köth
Brigitte Fassbender

Das soll's mal fürs Erste gewesen sein. Nicht, dass sich jemand erschlagen fühlt.
Zuletzt geändert von Ladigue am So 7. Mär 2010, 12:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Opernmusik

Neuer Beitragvon angel » So 7. Mär 2010, 12:19

Hallo Odabelle - dafür nicht :-) Ich liebe Opern und grossartige Stimmen und ich freue mich, so ziemlich Deinen Geschmack getroffen zu haben :-) Spannend finde ich aber auch so manche Geschichten hinter den Komponisten, den Opern und den Sängern und Sängerinnen. Pavarotti war so wunderbar ursprünglich, neben all dem grossen Starglamour, der um ihn war. So erinnere ich mich an ihn, als er 1979 in New York war. Zu der Zeit arbeitete und lebte ich dort. Die Medien rissen sich um ihn und er ... kam im Joggeranzug mit Handtuch um den Hals ins Studio der "Morningshow". Da sollte er dann einen Salat zubereiten ..machte er auch...goss die Zutaten fürs Dressing in eine riesige Glasschüssel , plauderte fröhlich und ..mixte alles mit seinen riesigen Händen... :KI die beiden Moderatoren waren sprachlos und er leckte sich fröhlich die Finger ab und bestand darauf, dass die beiden probieren..herrlich .. Abends bekam er den Grammy
Angelika


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Re: Opernmusik

Neuer Beitragvon Odabella » So 7. Mär 2010, 18:23

Hallo Angelika

Ich bin Deiner Meinung, auch ich finde die Geschichten um den Sänger und auch um die Oper z.B. was wollte der Komponist damit aussagen usw. , in welcher Zeit spielt das ganze usw. immer wieder interessant.
Ich habe ein altes Buch, in diesem befinden sich Briefe von G.Verdi, in denen er über seine Opern, der damit verbundenen Probleme und die Suche nach geeigneten Sängern beschreibt.
Ich habe ein Buch über L. Pavarotti gelesen und auch über andere.
Er war ja wohl in seinem ganzen Wesen sehr natürlich ( was auch Deine Anekdote so beschreibt ) , ich mag ihn allerdings als Sänger nur in seiner ersten Zeit ! als er Opern gesungen hat.
Seine Stimme war herrlich, hatte eine ungeheure Strahlkraft ---allerdings nicht für alle Partien geeignet und das muß ein Sänger auch nicht !
In der letzten Zeit hatte er allerdings viel verloren durch seine Eßsucht und war dann auch auf der Bühne nicht mehr gefragt.
In einem Interwiev sagte er selber einmal: Ich hatte gehofft mein Publikum verzeiht mir meine Figur, leider hat es das nicht getan.
So hat er auch viel verloren, denn seine Darstellung war durch seine Figur sehr behäbig und manchmal wirklich nicht mehr ansehenswert.
Er war ein Sänger des hohen C ! auch wenn ich persönlich meinen Geschmack nicht daran festmache.
Ich habe sehr viele tolle Aufnahmen von ihm und werde ihn immer bewundern !


Gruß Odabella
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Re: Opernmusik

Neuer Beitragvon Odabella » So 7. Mär 2010, 18:49

bei den Damen gibt es bei mir keine lange Liste !

Nur EINE !!!!!! Maria Callas !

dann eine lange Zeit gar nichts mehr und alle anderen kommen danach !

Werden Opernsänger gefragt, wer für sie die besten Sänger waren kommt immer Caruso und di Stefano !
Carusos Aufnahmen sind ja nun heute nicht mehr so gut zu hören, d.h. sie geben nur einen Bruchteil seiner Stimme wieder. Auch die aufgearbeiteten CDs sind eben nur aufgearbeitet. ich besitze beides.
Caruso war für die Italiener ein Volksheld ! er sang oft draussen für die Menschen, die keine Karte hatten oder sich keine leisten konnten.
G.di Stefano hat sehr viel mit Maria Callas gesungen, wenn er einen guten Tag hatte war er unerreichbar, auch für heutige Verhältnisse.
Er war ein lyrischer Tenor und für den Othello nicht geeignet, obwohl er auch das versuchte.
Die eingestellten Arien von You Tube sind nicht so mein Fall, die Qualität ist für meinen Geschmack nicht ausreichend.
L.Pavarotti hat in den Augen der Italiener durch seine neue Liason viel an Sympathie verloren, das ist nicht so beliebt in Italien, wo die Familie an erster Stelle steht !


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